Artikel: die Arbeit im Weinberg in den Wintermonaten

die Arbeit im Weinberg in den Wintermonaten
Unsere Arbeit im Weinberg im Winter
Die ersten Arbeiten für das neue Weinjahr begannen bei uns gleich nach der Ernte mit der Aussaat der Wintersaat. Diese besteht aus Leguminosen, Getreide und Blühpflanzen.
Vorteile der Einsaat sind der Humusaufbau, die natürliche Nährstoffzufuhr und natürlich das Anlocken von Insekten.
Nach dem Laubfall Mitte November und den ersten Frosttagen beginnen wir mit dem Rebschnitt. Der Rebschnitt dauert bei uns bis Mitte Februar, da ca. 35.000 Rebstöcke geschnitten werden müssen. Bei uns wird der wundarme Rebschnitt praktiziert. (Nächstes Jahr mehr dazu)
Ende Februar waren wir auch damit beschäftigt, die Drahtrahmen der Reben zu reparieren. Das heißt Drähte flicken und spannen, Pfähle erneuern...
Im März geht es gleich weiter mit dem Binden der Reben. Denn alle 35.000 Reben müssen auf den Biegedraht gebogen und dort mit einem dünnen Draht befestigt werden.

Was passiert im Weinkeller in den Wintermonaten
Bis in den Dezember hinein gären unsere Moste. Das bedeutet natürlich, dass im Keller immer etwas zu tun ist. Gärkontrollen, Abzüge, Verkostung der Jungweine auf Reinheit.
Der Januar ist ein ruhiger Monat im Keller. Die Weine werden in dieser kalten Jahreszeit kaum bewegt. Nur verkostet und gefüllt.
Ab Mitte Februar geht es im Keller wieder richtig rund. Zuerst werden die Weine im Glas verschnitten, dann in großen Behältern zusammengeführt. Obwohl wir fast alle Weine reinsortig ausbauen, lagern sie oft in verschiedenen Behältern wie Holz und Stahl und müssen deshalb verschnitten werden.
Ende Februar wird eine natürliche Schönung mit Bentonit durchgeführt. Ja, Bentonit ist ein Tonmineral, das manche auch aus der Schönheitspflege für die Haut kennen.
Jetzt, Mitte März, wird der Wein für die Abfüllung gefiltert, damit er klar in die Flasche kommt.
